Harzurlaub 2007
Harzurlaub 9./10.10.2007
Ich habe vor kurzen,mit meiner Mutter und meinem Bruder,einen Kurzurlaub in den Harz gemacht.
Wir waren nach Thera in den Ostharz gefahren,für uns Flachlandtiroler ein ziemlicher Landschaftswechsel,aber einmalig schön !
Grund der Reise war ein Wiedersehenstreffen der alten Leute aus dem Heimatdorf meines Vaters/Großvaters aus Ostpreußen.Der Ort hieß Ebenrode und lag nicht weit vom weltberühmten Gestüt Trakehnen entfernt,in etwa 3-5 km von der heutigen litauischen Grenze entfernt.Heute ist das russiches Gebiet und gehört zur Enklave Königsberg.
Nach anfäglichem Streik,hat meine Kamera dann doch viele schöne Bilder (ungefähr 50) gemacht,die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Manche werden nun kritisieren,daß viele Fotos ähnlich aussehen,aber ich wollte auf dem Weg zur Roßtrappe/zum Hexenplatz die Tiefe aufzeigen.Der Höhenunterschied betrug etwa 400 m "und da ganz unten" verlief ein Fluß,mit bloßem Auge fast nicht zu sehen;daß war ja was.
Angefangen haben wir mit den Schloßgärten in Blankenburg.
Noch am ersten Abend machten wir eine Führung durch die Gärten mit,die von einem älteren,in mittelalterlichen Klamotten gehüllten,Herrn geleitet wurde.Auf dem Bild ist es der Herr mit dem komischen Hut und den weißen Socken.
Gleich am Eingang des Schloßgärtchens haben mich zwei große Bäume fasziniert,die Höhe würde ich gut und gerne mit mehr als 10 Metern abschätzen,leider hab ich die Perspektive nicht so ganz draufbekommen.
Zurück zum Schloßgarten:
Allerdings war die Führung irgendwie schlecht abgesprochen worden,denn auf etwa der Hälfte der Strecke kam der Wach- und Schließdienst,geleitete uns höflich nach draußen und schloß die Gärten ab,es war schließlich Feierabend ! Trotzdem war es eine interessante Führung und mit den bunten Blättern wahrlich farbenfroh und so ging es dann zurück ins Hotel nach Thale.
Tag 2 unserer Reise
Heute ging es hinein in den Harz zur Roßtrappe und auch zum Hexenplatz.
Das Wetter war zunächst recht diesig,klarte aber schnell auf und wir genossen einen schönen Tag.
Zunächst ging es zum Sessellift,der und hinauf bringen sollte,von wo wir dann in Richtung Roßtrappe weiterwanderten.
Ich muß gleich dazu sagen,daß mir der Sessellift nun ganz und gar nicht gefallen hat,deshalb war ich mit jedem Meter,den wir höher kamen,besser zu Paß.
Teilweise waren die Kabinen bequem und mit einer Art Kanzel geschützt,teilweise waren es auch wirklich nur Holzbänke,die nach oben fuhren und genau so einen erwischte ich auf der Hintour.
Oben angekommen,ein Blick zurück.
Sogleich ging es weiter zur Märchenstunde.Hier wurde mittels eines Zeichentrickfilms erklärt,wie es zur Legende der Roßtrappe gekommen ist,allerdings kann ich wenig davon wiedergeben,zu abenteuerlich war das Ganze.
Fest steht,daß eine Prinzessin wohl auf der Flucht vor einen "bösen" Herrscher war und mit einem Satz das komplette Harztal übersprang.Dort,wo die Hufe aufgeschlagen sind,befindet sich die Roßtrappe.Der "böse" Herrscher ist ihr wohl blind gefolgt,hat das Tal nicht übersprungen und ist in die Tiefe,in den Fluß Bode gestürzt.
Hier sind wir unterwegs zur Roßtrappe,meine Eindrücke von der Umgebung und dem Tal:
Der kleine Fluß,den man hier ein wenig erahnen kann,das ist die Bode - ein friedlich wirkender Fluß. Vor etwa zwei Wochen gab es massives Hochwasser im Harz,da wird der Fluß seine böse Seite gezeigt haben !
Weitere Bilder vom Aufstieg zur Roßtrappe:
Über Stock und Stein ging es,für ältere Leute nicht ganz einfach !
Endlich angekommen !
Muß das ein Gaul gewesen sein,der solch einen Abdruck hinterläßt !!! Wahrscheinlich ein Shirehorse oder noch größer !
Nach einiger Rast ging es denselben Weg wieder zurück.
Auch hier hab ich eifrig geknipst:
Hier ein Blick auf die andere Seite des Tales:

Hier kann man schon die Kabinenbahn erkennen,die uns später zum Hexenplatz bringen sollte.
Selbst Bäume können in solchen Hanglagen gut wachsen.
Hier mal ein Gipfelkreuz.Ich bin mir nicht ganz sicher,aber es sieht so aus,als kann man nebem dem Kreuz soeben einen Kletterer erkennen.
Ganz unten im Tal liegt eine Jugendherberge,direkt am Fluß.
Hier ein paar Bilder der Umgebung,aufgenommen in der Nähe der Gaststätte,wo wir zu Mittag aßen,bevor es mit dem Sessellift wieder abwärts ging.
Das Wetter wurde besser,nur die Sicht bleib diesig.
Abwärts geht´s,wieder eine Herausforderung.
Unten angekommen,gleich weiter mit der Kabinenbahn,die mir wesentlich mehr zusagte,als der Sessellift !
Auf dem Weg zum Hexenplatz.
Oben angekommen,konnte man sehr bald sehen,daß alles auf Kommerz ausgelegt war,was manchem ein wenig sauer aufstieß.
Zwischendurch hab ich noch ein schönes Bild der Bode geschossen:
Ach ja,man konnte auch eine andere Art des Abstiegs wählen:die Bobbahn.Es blieb uns leider keine Zeit,sie auszuprobieren.
Hier der eigentliche Hexentanzplatz.Warum er so heißt,das konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Die Entfernungen waren nicht zu groß und es war gut ausgeschildert.
Nochmals ein paar Bilder der Umgebung:
Die Roßtrappe von der anderen Seite:
Zwischendurch ein Blick nach oben,ob´s auch so blieb,wie es aussah.
In den Tierpark kamen wir nicht mehr,er hatte schon geschlossen.
Dafür gab es ein paar bekannte Nummernschilder zusehen (NF und KI),man fühlte sich gleich heimisch.
Großes Glück hatten wir,daß wir noch ins Theater eingelassen wurden,obwohl schon Feierabend war.Wir bekamen auch noch eine kleine Führung,wofür ich noch einmal "Herzlichen Dank!" sagen möchte !!!
In diesem Theater spielen auch bekannte Größen wie z.B. Sting oder REM.
Später ging es mit der Kabinenbahn wieder abwärts und dem Auto zurück nach Thale;am darauf folgenden Tage zu Verwandten und schließlich nach Hause.
Alles in allem ein wunderschöner Kurzurlaub.Nächstes Jahr steht Rügen und wieder der Harz,diesmal der Westharz,auf dem Programm.Mal sehen,ob ich (wir) es schaffen.
© private Wetterstation Süderlügum 2012