DWD Wetterstation St. Peter-Ording 2007

Kalender - Atomuhr

 

12.07.2007

Wieder einmal hatte ich das Glück,eine Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes zu besuchen,diesmal war es die Station in St.Peter-Ording.

Hier schon einmal ein Blick aus der Ferne:


Da die Station in einem Naturschutzgebiet liegt,sind selbst die Mülltonnen und das Dach bewachsen.Ich finde,es sieht gut aus.


 

Das Wetter war bewölkt,aber gut.Die Sicht verschlechterte sich während meines Aufenthaltes. Hier ein paar Bilder der Umgebung:


Wir waren eine kleine nette Runde,bestehend aus einigen Teilnehmern des S-H-Netzes und einigen Privatleuten und bekamen vom Chef der Station,Peter Jockel,eine mehrstündige und äußerst interessante Führung.

Hier erklärt er gerade den Temperaturmesser:


Die Instrumente befinden sich teilweise auf einer Stahlkonstruktion in Dachhöhe neben dem Gebäude.


 

Es existiert aber auch das sonst übliche standardisierte Meßfeld,teilweise noch mit analogen Instrumenten zum Vergleich.



Erst einmal zu den Instrumenten neben dem Gebäude:
Das Auffälligste sind die beiden Kameras in Richtung Strand.Ich muß dazu sagen,daß die Wetterwarte auch von anderen Projektgruppen genutzt wird.
Eine bewegliche Kamera erstellt durch horizontale und vertikale Abtastung des Himmelsgewölbes ein Abbild der aktuellen Bewölkung. Etwa alle 30 Minuten wird aus den Einzelbildern ein Panoramabild des Himmels dargestellt. Eine 2. feste Kamera gibt einen Blick zur Nordsee, welches auch im Internet zu sehen ist.


Darunter hängen die Kommunikationsanlagen für ein Bojenprojekt auf der Nordsee.


Ein Temperatur-/Feuchtefühler und ein Windgeschwindigkeitsmesser begleiten das Verhalten der Technik. Ein Sonnenscheinautograph steht auch noch zur Verfügung.



Das Hufeisen beim Temperaturfühler ist ein Niederschlagssensor,der mittels einer Lichtschranke feststellen kann,wann der Regen einsetzt und aufhört.
Der Regentropfen fällt durch die Lichtschranke und löst einen Kontakt aus.

Hier dasselbe Instrument in 1 m Höhe:


Hier der Strahlungssensor neuerer Generation,aus dem die Sonnenscheindauer ermittelt wird.Man benötigt keinen Brennstreifen mehr,das kleine Teil in der Mitte rotiert und mißt die Sonneneinstrahlung.


Dieses Gerät mißt den Abstand vom Boden zur Wolkenunterkante (Basis) mittels Laser.


Der Windmesser hat in St.Peter seine vorgeschriebene Höhe von 10 m und steht in gut 25 m Entfernung vom Gebäude.Das Gerät neben dem Windmesser mißt die meteorologische Sichtweite.


Das Instrumentenfeld ist an allen Wetterstationen gleich: Feuchte- und Temperaturmesser,Temperaturmesser in verschiedenen Tiefen,mindestens einem Hellmann Regenmesser (oder vergleichbare Firma - in St.Peter sind gleich zwei vorhanden - ). In der Mitte der kleine weiße Schaltkasten dürfte der Stromkasten sein.


Hier der elektrisch beheizbare Niederschlagsmesser:


Hier sind alte Temperaturmeßfühler für verschiedene Tiefen dargestellt -

und hier ein Thermometer 5cm über Grund :





Und das hier ist der Arbeitsplatz innerhalb der Wetterwarte:


Links die Einheit für das alte System.Derzeit werden alle Stationen auf ein neues Computersystem umgestellt.Das ist der Monitor in der Mitte,der rechte stellt die Verbindung zum Internet dar.
Zusätzlich wird alles noch Handschriftlich eingetragen:


Einmal in der Stunde werden die aktuellen Wetterdaten eingetragen und jeweils um 10 vor nach Offenbach geschickt.
Der Wetterverlauf wird ständig/Minutengenau dokumentiert.




Wie schon vorher erwähnt,sind noch verschiedene Projekte auf dem Gelände des DWD ansässig. Eines beschäftigt sich damit,die Gammastrahlung in der Luft zu messen:


Ein weiteres mißt die Schadstoffe in der Luft und im Regen.





Insgesamt war es ein sehr lohnender Besuch auf der Warte.Die Zeit war,wie immer,viel zu kurz und Peter Jockel hätte uns bestimmt noch viel mehr erzählt.


Ich möchte mich im Namen aller beim Peter Jockel auf das herzlichste bedanken und kann nur jedem so einen Besuch mal empfehlen !








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