automatische Wetterstation Leck des DWD 2007
02.05.2007
Heute hatte ich die seltene Gelegenheit,mal eine automatische Wetterstation des DWD zu besichtigen. Das Wetter war zunächst Hochnebelartig bedeckt,es klarte aber rechtzeitig auf und die Sonne kam heraus. Um es gleich vorweg zu sagen,ich hatte mir das Ganze größer und komplexer vorgestellt.Was der DWD kann,kann man im Großen und Ganzen genauso gut mit einer Vantage VP2 Wetterstation genauso gut machen,viel Unterschied ist da nicht mehr! Hier ein paar Bilder: So sieht die ganze Anlage aus der Ferne aus.
Hier der Temperatur- und Feuchtemesser.Eine Wetterhütte gibt es nicht mehr,da die Sensoren dauerbelüftet sind.
Das ist der Regenmesser (ein Hellmann-Regenmesser).Hier wird der Regen gewogen.Deswegen staunte ich auch nicht schlecht,als der freundliche Mann vom DWD sagte,er müsse etwas Wasser einfüllen.
Dieses Wasser dient dazu,Schwingungen des Regenmessers bei starken Wind auszugleichen und nicht,wie ich zuerst in diesem Bericht geschrieben hatte,als Tara-Gewicht. Der Regen läuft über eine Wippe und löst einen winzigen Stromkontakt aus.Dieser wird im Computer registriert und gezählt. Der Regenmesser ist beheizt und hat,damit die Insekten nicht ertrinken,sowas wie eine "Treppe" eingebaut :-)
Hier mal geöffnet:
In diesem Feld liegen in unterschiedlichen Tiefen Temperatursensoren.
So sieht ein Meßfühler für Regen von oben aus.Er sagt genau an,wann es regnet oder auch nebelt.
Hier noch mal als Ganzes.
Das hier ist der Sonnenmesser.Was früher mal ein Brennglas war und ein Loch in einen Papierstreifen brannte,macht heute das sich drehende Ding in der Mitte des Glases.
Diese zwei Linsen messen per Laserstrahl den Abstand vom Boden zur nächsten vorhandenen Wolke,also die Basis oder Unterkante der Wolke.
Hier noch mal als Ganzes:
Dieses Gerät mißt per Laserstrahl den aktuelle Wetterzustand,z.B.Nebel oder Graupel.
An dem Gerät,wo die beiden Herren stehen,wird die Schneemenge gemessen.
Persönlich halte ich das Gerät für ´nen Witz,denn rundherum ist freie Fläche und wenn im Winter ein wenig Wind weht,hat man schnell eine Schneewehe und damit falsche Werte.
Hier der Windmesser,der auch nicht mehr 10 m hoch ist.Die fehlende Höhe wird heruntergerechnet.
Dieses Gerät mißt die Sicht der Luft.
Die Computeranlage ist in einer kleinen Hütte untergebracht.Die Daten gehen einmal die Stunde - um 10 vor - zum DWD.
Insgesamt war es ein sehr interessantes Erlebnis!
Mein Dank geht an Herrn Thomsen für die Führung und Herrn Müller für die Kontaktaufnahme,sowie Peter Jockel für die freundliche Mithilfe bei den Bildern.
© private Wetterstation Süderlügum 2012